Immer mehr Anwendungsfälle für Stablecoins

Auf der Blockchain wird es nie langweilig. Das müssen Sie diese Woche wissen:
Kryptokurse in dieser Woche wieder gestiegen. Außerdem: der Einfluss makroökonomischer Ereignisse auf die Märkte und Bitcoin-ETFs verzeichnen zweite Woche in Folge Zuflüsse.
Immer mehr Anwendungsfälle für Stablecoin-Zahlungen. Die neuesten Entwicklungen beim Einsatz dieser Technologie durch Unternehmen und in US-Bundesstaaten.
Was die Prognosemärkte zu den Oscars sagen. Ein Blick auf die aktuellen Prognosen für einige der wichtigsten Oscar-Kategorien dieses Jahres.
MARKT-BYTES
Erneuter Anstieg der Kurse in dieser Woche inmitten eines volatilen geopolitischen Umfelds
Seit Beginn des Jahres 2026 haben sich die Kryptomärkte in einer Warteposition befunden: Bitcoin bewegte sich in einer Spanne zwischen 60.000 und 70.000 USD und es gab nur wenige offensichtliche Katalysatoren, die an der Situation rütteln konnten.
Das hat sich in den letzten Wochen jedoch geändert und die zunehmende Marktvolatilität hat vieles beeinflusst, von Öl und Edelmetallen bis hin zu Aktien und Krypto.
Allein in der vergangenen Woche stieg BTC am letzten Mittwoch, dem 4. März, bis auf 74.000 USD, fiel dann am Sonntag auf unter 66.000 USD, bevor der Kurs am darauffolgenden Dienstag wieder auf über 71.000 USD stieg. Wichtige Altcoins wie Ether, Solana und XRP durchliefen ähnliche Entwicklungen.
„[Diese Schwankungen] sind ein Beweis dafür, dass der Markt wieder lebendig ist: dass die Liquidität auf beiden Seiten zurückgekehrt ist, dass Trader bereit sind, Risiken in beide Richtungen einzugehen, und dass die Art von Beteiligung vorhanden ist, die institutionelle Anleger benötigen, bevor sie frisches Kapital investieren“, schreibt Bloomberg. „Große Akteure investieren nicht in dünne Märkte ohne klare Richtung.“
Bei kryptobasierten Perpetual Futures, die gehebelte Trades auf die Kursbewegungen vieler verschiedener Anlageklassen ermöglichen, ist die Nachfrage ebenfalls stark gestiegen. Auf einer DeFi-Plattform erreichten die an den Ölpreis gekoppelten täglichen Trading-Volumen am Montag mehr als 1,2 Mrd. USD.
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Der Einfluss makroökonomischer Ereignisse auf die Märkte
Zwar reagieren Märkte nie nur auf einzelne Signale, doch die jüngsten Marktbewegungen ließen sich im Allgemeinen auf bestimmte makroökonomische Schlagzeilen zurückführen.
So reagierte BTC auf den Beginn des Iran-Konflikts mit einem Rückgang auf rund 63.000 USD. Dieser Einbruch hielt jedoch nicht lange an. In der letzten Woche war der Kurs bereits wieder auf 74.000 USD gestiegen, nachdem bekannt geworden war, dass der US-Kongress in den kommenden Monaten ein wichtiges Kryptogesetz verabschieden könnte.
In den folgenden Tagen gingen die Kurse aufgrund zweier Schlagzeilen erneut nach unten: Der am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für Februar fiel schlechter aus als erwartet und am frühen Montagmorgen stieg der Ölpreis um mehr als 30 %. Der Kurs von BTC fiel daraufhin wieder unter 66.000 USD.
Und in dieser Woche? Nachdem Präsident Trump am Montag dann erklärte, die USA seien bei der Erreichung ihrer Ziele im Iran „sehr weit voraus“, wechselten sowohl BCT als auch Öl erneut die Richtung.
Wie Öl und Wasser … Warum bewegt sich Krypto tendenziell in die entgegengesetzte Richtung zum Öl? Ein Faktor ist Analysten zufolge, dass hohe Ölpreise zu einer höheren Inflation führen und damit zu langsameren Zinssenkungen der US-Notenbank. Darüber hinaus treiben hohe Ölpreise in der Regel auch den Wert des Dollars in die Höhe. Dadurch werden risikoreichere Anlageklassen wie Krypto und Technologieaktien für Anleger unter Umständen weniger attraktiv.
Bitcoin-ETFs verzeichnen zweite Woche in Folge Zuflüsse
Zum ersten Mal seit Oktober konnten Spot-Bitcoin-ETFs zwei Wochen in Folge Zuflüsse verzeichnen, zeigen Daten von CoinShares. Allein in dieser Woche waren es 521 Mio. USD an neuem Kapital.
„Bitcoin wird vom Markt zunehmend als geopolitische Absicherung und nicht mehr nur als Risikoanlage angesehen“, so ein Analyst letzte Woche gegenüber CoinDesk. „Im Gegensatz zu Gold kann Bitcoin rund um die Uhr getradet und ohne Verzögerung über Grenzen hinweg bewegt werden. Damit dient es in Zeiten geopolitischer Spannungen als natürliches Ventil für Kapital.“
Altcoins … Auch wenn die Kurse von XRP und Solana seit Beginn des Jahres gesunken sind, konnten ihre jeweiligen Spot-ETFs Nettozuflüsse verzeichnen. Einem neuen Bericht von Bloomberg zufolge tendieren SOL-ETF-Inhaber eher zu professionellen, branchenspezifischen Fonds, während es sich bei XRP-ETF-Inhabern eher um Privatanleger handelt.
BLICKPUNKT STABLECOINS
Unternehmen setzen verstärkt auf Stablecoin-Zahlungen
Während die Kryptomärkte noch weit von ihren Höchstständen von 2025 entfernt sind, boomt ein Bereich der Kryptowirtschaft weiterhin: Stablecoins.
Dabei handelt es sich um Token, die an den Kurs eines Reserve-Assets gekoppelt sind, typischerweise den Dollar. Die gesamte Marktkapitalisierung von Stablecoins hat nun ein neues Allzeithoch von 314 Mrd. USD erreicht, ergaben Daten von DeFiLlama.
Im vergangenen Sommer verabschiedete der Kongress mit dem GENIUS Act ein wegweisendes Gesetz für Stablecoins. Daraufhin konnten diese zu einem wichtigen Finanzinstrument des 21. Jahrhunderts werden: für grenzüberschreitende Transaktionen, Zahlungen, Rewards generierende Konten und – möglicherweise – als Standardwährung für KI-gestützte Agenten.
Das müssen Sie darüber wissen:
Eines der weltweit größten Versicherungsunternehmen testet Stablecoins
Diese Woche gab AON, ein globaler Versicherungsmakler, der Assets im Wert von 5 Bio. USD in 120 Ländern betreut, den Abschluss einer Machbarkeitsstudie bekannt, bei der Stablecoins zur Abwicklung von Zahlungen für Versicherungsprämien eingesetzt wurden.
Im Rahmen des Versuchs akzeptierte das Unternehmen Zahlungen in USDC auf Ethereum und von PYUSD auf Solana über Coinbase und Paxos, die beide Kunden von AON sind. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich hier um das erste bekannte Beispiel eines großen Versicherungsunternehmens, das Stablecoins akzeptiert.
Stablecoins könnten den Umgang von Versicherungsunternehmen mit großen Zahlungen grundlegend verändern. Derzeit kann die Zahlung von Prämien mehrere Tage dauern, insbesondere bei grenzüberschreitenden Transaktionen. Durch die Nutzung von Blockchain-basierten Zahlungen können Unternehmen hingegen innerhalb von Minuten große Summen bewegen, für die gleichzeitig transparente Aufzeichnungen erstellt werden.
Da der GENIUS Act großen Unternehmen regulatorische Klarheit in Bezug auf Stablecoins bietet, testen viele von ihnen nun, wie sie diese für ihre Geschäftstätigkeit nutzen könnten, berichtet Coindesk.
„Jetzt, da tokenisierte Instrumente immer häufiger eingesetzt werden, müssen Kunden sich darauf verlassen können, dass Geschwindigkeit und Innovation nicht auf Kosten der Kontrolle gehen“, erklärt Tim Fletcher, CEO der Finanzdienstleistungsgruppe von Aon. „Indem wir frühzeitig ein praktisches Verständnis für Stablecoins aufbauen, können wir besser zu Themen wie Risiko, Governance und Resilienz beraten, wenn sich das digitale Finanzwesen weiterentwickelt.“
Florida verabschiedet eigenen Rechtsrahmen für Stablecoins
Florida hat als erster US-Bundesstaat einen Rechtsrahmen für Stablecoins verabschiedet – in einem einstimmigen Votum (37:0) im Senat des Bundesstaates. Das Gesetz, das innerhalb von 30 Tagen von Gouverneur Ron DeSantis unterzeichnet werden dürfte, schafft in Übereinstimmung mit dem GENIUS Act einen Rahmen für Stablecoin-Emittenten in Florida.
Die neuen Bestimmungen ermöglichen es dem Finanzministerium von Florida, Stablecoins für Zahlungen wie Lizenzen und Steuern zu akzeptieren, sie stellen klar, dass bestimmte Zahlungs-Stablecoins nicht als Wertpapiere eingestuft werden, und sie schreiben vor, dass auswärtige Emittenten den Bundesstaat benachrichtigen müssen, bevor sie in Florida tätig werden.
Florida ist nicht der einzige Bundesstaat, der Interesse an der Einführung von Stablecoins hat. In Wyoming führte der Gesetzgeber im Januar offiziell einen eigenen Stablecoin für den Bundesstaat ein. Der FRNT soll Unternehmen in Wyoming helfen, hohe Gebühren bei Kreditkartenzahlungen zu vermeiden.
Könnten KI-Zahlungen die Zukunft von Stablecoins sein?
Stablecoin-Unternehmen wie Circle und Stripe sind dabei, Zahlungssysteme zu entwickeln, die zukünftige autonome KI-Agenten für Transaktionen mit anderen KI-Agenten nutzen können.
In einem Gespräch mit Bloomberg beschrieb Jeremy Allaire, der CEO von Circle, „eine Zukunft, in der KI-Agenten zunehmend Dienstleistungen voneinander in Anspruch nehmen“, schreibt Bloomberg. In diesem Szenario „würden einem Agenten, der Daten abruft oder eine einfache Informationsanfrage stellt, möglicherweise nur Centbeträge berechnet. Herkömmliche Kartenzahlungen wären da angesichts ihrer festen Gebühren und prozentualen Preisgestaltung recht kostspielig.“
Auf seiner neuen, auf Stablecoins ausgerichteten Blockchain Arc testet Circle derzeit eine neue Funktion. „Nanopayments“ sollen es KI-Agenten ermöglichen, über Guthaben zu verfügen, die sie über Blockchain-Protokolle hinweg ausgeben können. Transaktionen würden dabei nur einen Bruchteil eines Cents kosten. Das würde Transationen zwischen Maschinen wirtschaftlicher machen, als es Kreditkarten je sein könnten, schreibt Bloomberg.
„Es geht nicht darum das Problem zu lösen, wie ein KI-Agent etwas bei Amazon kaufen kann“, so Allaire. „Vielmehr liegt die eigentliche Möglichkeit in all den Dingen, die KIs einander an Diensten bieten können.“
UND DER OSCAR GEHT AN …
Was die Prognosemärkte für die Oscar-Verleihung erwarten
An diesem Sonntag findet die 98. Oscar-Verleihung statt. Wer könnte nach Meinung des Marktes in diesem Jahr einen Oscar mit nach Hause nehmen?
Auf Coinbase Prediction Markets hatten Trader bis Montag Prognosen im Wert von über 20 Mio. USD für alle wichtigen Kategorien getradet. Hier sind ihre bisherigen Gewinner für die vier wichtigsten Preise:
Bester Hauptdarsteller
57 % Michael B. Jordan, „Blood & Sinners“ („Sinners“)
Das sagen die Märkte: Trader auf Coinbase haben Prognosen im Wert von mehr als 9 Mio. USD für diesen Oscar getradet und „Blood & Sinners“-Star Michael B. Jordan, der in dem Film Zwillingsbrüder spielt, hat die höchste Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn.
Jordans Vorsprung hat sich erst seit Kurzem herauskristallisiert. Monatelang galt Timothée Chalamet (33 % Wahrscheinlichkeit) als Favorit für seine Rolle in „Marty Supreme“. Laut Prognosen zählen zu den weiteren Nominierten Leonardo DiCaprio (6 %) für „One Battle After Another“ und Wagner Moura (5%) für seine Rolle in „The Secret Agent“ (O Agente Secreto).
Das sagen die Kritiker: „Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und der Star aus ‚Blood & Sinners‘ hat gute Chancen auf seinen ersten Oscar. Und das zu Recht, denn Jordans Doppelrolle als Gangsterzwillinge, die es mit einer Horde unwillkommener Vampire in ihrem Juke Joint zu tun bekommen, ist eine großartige Leistung – insbesondere die Art und Weise, wie er zwei unterschiedliche Persönlichkeiten für sie erschafft.“ – USA Today
Beste Hauptdarstellerin
95 % Jessie Buckley, „Hamnet“
Das sagen die Märkte: Trader haben Prognosen von mehr als 2,3 Mio. USD für diese Preis getradet und gehen überwiegend davon aus, dass Jessie Buckley für „Hamnet“ gewinnen wird. Rose Byrne hat eine Wahrscheinlichkeit von 3 % für „If I Had Legs I'd Kick You“ und Emma Stone eine Chance von 1 % für ihre Rolle in „Bugonia“.
Das sagen die Kritiker: „Eine rohe, schonungslose Verkörperung der Trauer als gelebter Zustand und nicht als narratives Mittel. Buckley lebt den Film mit elementarer Trauer ohne Sentimentalität und liefert eine Leistung ab, die viele als die Performance des Jahres und zweifellos als die beste ihrer bisherigen Karriere betrachten.“ - Vielfalt
Beste Regie
91 % Paul Thomas Anderson, „One Battle After Another“
Das sagen die Märkte: Trader auf Coinbase haben mehr als 2,5 Mio. USD an Prognosen für diesen Oscar getradet und Paul Thomas Anderson – der seit Oktober in Führung liegt – hält den Löwenanteil davon. Ryan Coogler hat eine Wahrscheinlichkeit von 9 % für „Blood & Sinners“ und Chloe Zhao eine Wahrscheinlichkeit von 2 % für „Hamnet“.
Das sagen die Kritiker: „Das Rennen um den besten Film ist vielleicht keine ausgemachte Sache mehr, aber hier gibt es keine Zweifel. ‚Blood & Sinners‘ fand zwar beim breiten Publikum mehr Anklang, doch Paul Thomas Andersons trotziger Humanismus, der so erfrischend in die turbulente Actionkomödie von ‚One Battle After Another‘ eingebunden ist, machte dessen neuesten Film zum Gesprächsthema des Jahres.“ – Slant Magazin
Bester Film
74 % “One Battle After Another”
Das sagen die Märkte: Im Rennen um den Oscar für den besten Film wurden bereits über 12,8 Mio. USD an Prognosen getradet und „One Battle After Another“ gilt mit einer Wahrscheinlichkeit von 74 % als Gewinner. „Blood & Sinners“ hat eine Chance von 24 %, „Hamnet“ hingegen nur 3 %.
Das sagen die Kritiker: „Inzwischen scheint ‚One Battle‘ durch seine Vorläufer, Kritikerpreise und die allgemeine Stimmungslage für den Gewinn vorbestimmt.“ – The Los Angeles Times
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