Die Zukunft von KI und Krypto

Auf der Blockchain wird es nie langweilig. Das müssen Sie diese Woche wissen:
Krypto schneidet trotz Volatilität weiter überdurchschnittlich gut ab. Außerdem: Strategy plant, deutlich mehr BTC zu kaufen und Bitcoin-ETFs verzeichnen längste Zuflussserie seit 2025.
Die zunehmende Überschneidung von KI und Krypto. Wie Wallets, Stablecoins und andere Kryptotechnologien die Revolution der KI-Agenten vorantreiben.
Prognosemärkte zum Achtelfinale der March Madness. Diese Teams werden laut Prognosen der Trader im Verlauf des NCAA-Turniers gewinnen.
MARKT-BYTES
Märkte reagieren auf Nachrichten zum Iran-Konflikt, aber Krypto zeigt sich vergleichsweise widerstandsfähig
Betrachtet man allein die Bewegung der Kryptokurse in dieser Woche, ist wahrscheinlich hauptsächlich die Volatilität auffallend.
Bitcoin bewegte sich am Wochenende angesichts des anhaltenden Iran-Konflikts und massiv steigender Ölpreise um die 68.000 $. Nachdem Präsident Trump eine Entspannung der Situation vermeldete, stieg der BTC-Kurs dann auf über 71.800 $, nur um kurz danach wieder auf rund 69.000 $ zu fallen, als das iranische Außenministerium diese Behauptungen zurückwies. Am Mittwoch lag der BTC-Kurs dann wieder auf 71.000 $.
Betrachtet man die Lage jedoch aus einer breiteren Perspektive, erweist sich der Kryptomarkt im Vergleich zu den meisten anderen Märkten als bemerkenswert stabil. So auch Gold: BTC hat sich seit Beginn des Konflikts 25 % besser entwickelt als Gold.
„Dass ein als sicherer Hafen geltendes Asset während eines aktiven und sich ausweitenden Krieges Rekordverluste verzeichnet, widerspricht allen historischen Erfahrungen“, schreibt CoinDesk. „Bitcoin hält sich an diesem Dienstagmorgen bei [etwa] 70.000 USD, während um ihn herum alles an Wert verliert. Ob es sich dabei um Widerstandsfähigkeit handelt oder ob der Markt einfach nur auf die nächste Schlagzeile wartet, um dann entsprechend zu reagieren, wird der Rest der Woche zeigen.“
Auch einige führende Analysten zeigen sich optimistisch. So prognostiziert beispielsweise der Wall-Street-Broker Bernstein, dass BTC den Tiefpunkt des derzeitigen Zyklus erreicht hat und dass 150.000 USD bis Ende des Jahres ein realistisches Ziel sind.
Und hier weitere Neuigkeiten dieser Woche:
Strategy enthüllt Pläne zum Kauf von weiteren BTC für 44 Mrd. USD
Als Teil seines Vorhabens, bis 2027 84 Mrd. USD für den Kauf von BTC aufzubringen, kündigte Strategy an, durch den Verkauf von Stammaktien und zwei Arten von Vorzugsaktien 44 Mrd. USD aufbringen zu wollen.
Das Unternehmen, das in den letzten Monaten kontinuierlich BTC gekauft hat, erwarb letzte Woche weitere 1.031 BTC für rund 76,6 Mio. USD, womit sein Gesamtbestand nun bei 762.099 BTC liegt.
„Mit den neuen Programmen kann Strategy schrittweise Aktien auf den Markt zu bringen, anstatt in einer einzigen Transaktion Kapital aufzubringen“, schreibt The Block. „Mit Erlösen aus ähnlichen Programmen hat Strategy seit Anfang letzten Jahres viele seiner Bitcoin-Käufe finanziert. Dabei greift das Unternehmen auf eine immer breitere Palette an Emissionsinstrumenten zurück.“
Im letzten Monat ist die Aktie von Strategy um rund 10 % gestiegen, liegt aber immer noch mehr als 50 % unter dem Höchststand von 2026.
Ether-News … Das größte Ethereum-Treasury-Unternehmen, Bitmine Immersion Technologies, kaufte letzte Woche weitere ETH im Wert von 138 Mio. $ und erhöhte damit seinen Gesamtbestand auf 4,66 Mio. ETH bzw. 3,86 % des gesamten Ethereum-Angebots. (Ziel des Unternehmens ist es, 5 % des ETH-Angebots zu besitzen.) „Krypto erweist sich als guter Wertspeicher in Krisenzeiten“, erklärte CEO Tom Lee.
Bitcoin-ETFs verzeichnen vierte Woche in Folge Zuflüsse
Zum ersten Mal seit 2025 verzeichneten Spot-BTC-ETFs vier Wochen in Folge Zuflüsse, mit einem Wert von insgesamt rund 2 Mrd. USD, wie Daten von SoSo Value zeigen.
Einige Analysten sind der Ansicht, dass die anhaltenden Käufe – bei gleichzeitig sinkendem Goldpreis – darauf hindeuten, dass Institutionen BTC-ETFs als neue sichere Anlage positionieren könnten.
„Diese Zuflüsse erfolgten in einer Zeit, die von Kriegsrisiko, verschobenen Erwartungen hinsichtlich der US-Zinssätze und erneuter Volatilität bei Rohstoffen geprägt war“, bemerkt CryptoSlate. „Selbst vor diesem Hintergrund nutzten Institutionen weiterhin die ETF-Struktur, um ihr Bitcoin-Engagement auszubauen oder beizubehalten. Gleichzeitig hatten Goldfonds mit massiven Abflüssen zu kämpfen.“
Bei Nicht-Bitcoin-Fonds war die Entwicklung letzte Woche uneinheitlich: ETH-Fonds verzeichneten Nettoabflüsse, während Solana- und XRP-Fonds moderate Zuflüsse verzeichnen konnten.
Offen für alles … In einem Interview erklärte SEC-Kommissarin Hester Peirce kürzlich, dass die Behörde neuen Arten von ETFs auf Basis von Krypto und Tokenisierung offen gegenüberstehe. „Es ist wirklich einfach: Kommen Sie vorbei und erklären Sie uns, was Sie vorhaben“, so Peirce. „Wir möchten mit Ihnen zusammenarbeiten, um zu experimentieren und herauszufinden, ob am Markt Bedarf für Ihre Produkte ist.“
CHAIN AGENTS
Sind KI-Agenten die Zukunft von Krypto?
KI findet in allen Bereichen der Wirtschaft zunehmend Anwendung und es wird immer deutlicher, wie untrennbar diese Technologie mit einer anderen, ähnlich jungen Innovation verbunden ist, nämlich Krypto.
So könnte es für KI-Agenten beispielsweise schwierig sein, über ein Bankkonto zu verfügen. Was aber, wenn sie über Krypto-Wallets miteinander interagieren könnten? Oder in Ihrem Namen mit Stablecoins Trades auf Prognosemärkten machen könnten? Für manche ist das bereits Realität.
Das müssen Sie darüber wissen:
Coinbase stellt Krypto-Wallets für KI-Agenten bereit
Coinbase beschäftigt sich seit 2024 mit autonomen Zahlungen und hat kürzlich eine „speziell für KI-Agenten entwickelte Wallet-Infrastruktur“ auf den Markt gebracht, mit der Benutzer innerhalb kürzester Zeit Agenten mit Funktionen für Ausgaben, Einnahmen und zum Trading ausstatten können.
Diese Funktion lässt sich mit x402, einem von Coinbase initiierten offenen Protokoll für autonome Zahlungen, kombinieren und ist eine von vielen Investitionen des Unternehmens in die Entwicklung von agentenbasiertem Handel.
Die neuen Wallets von Coinbase ermöglichen es, KI-Agenten mit Ausgabenlimits auszustatten und diese dann die Base-Blockchain nutzen zu lassen, ohne dass dafür Gas-Gebühren anfallen. Nutzer können Agenten erstellen, die Trading-Positionen automatisch überwachen und anpassen, für ihre eigenen API-Schlüssel oder Rechenleistung bezahlen oder ihre eigenen Inhalte erstellen und diese in sozialen Medien monetarisieren können.
Autonome Wallets sind wahrscheinlich erst der Anfang für Krypto-Unternehmen, die die Schnittstelle zwischen Blockchain und KI erforschen.
Und World, das Blockchain-basierte Projekt zur Identitätsverifizierung von OpenAI-Gründer Sam Altman, hat gerade eine Funktion auf dem x402-Protokoll eingeführt, die es KI-Agenten ermöglicht, einen kryptografischen Nachweis darüber zu erbringen, dass hinter ihnen ein echter Mensch steht. So soll der Handel durch KI-Agenten „überprüfbar“ gemacht werden, damit er nicht als verdächtige Bot-Aktivität angesehen wird.
Stripe führt KI-Zahlungsprotokoll ein
Das Zahlungsunternehmen, das im vergangenen Jahr Transaktionen im Wert von rund 2 Bio. USD abgewickelt hat, brachte in dieser Woche sein eigenes Zahlungssystem für KI-Agenten an den Start, das „Machine Payments Protocol“.
Das Protokoll läuft größtenteils auf Tempo, der für Stablecoins optimierten Blockchain von Stripe, und soll es KI-Agenten erleichtern, Zahlungen über mehrere Blockchains und Zahlungssysteme hinweg zu senden und zu empfangen.
Mastercard, Visa, Deutsche Bank und Anthropic waren als Partner an der Entwicklung der Tempo-Blockchain beteiligt und Visa will Berichten zufolge in Partnerschaft mit Stripe Debit- und Kreditkartenzahlungen für KI-Agenten ermöglichen.
Mithilfe von Tempo können sich KI-Agenten einem Blogbeitrag zufolge darüber hinaus auch an grenzüberschreitenden Geldtransfers, tokenisierten Einzahlungen und globalen Auszahlungen für Unternehmen beteiligen.
USDC-Emittent Circle investiert ebenfalls in autonome Zahlungen. CEO Jeremy Allaire erklärte in der Quartalskonferenz vom letzten Monat, dass „Circle eine wirklich wichtige Rolle bei dieser Konvergenz zwischen KI, Stablecoins und Blockchain spielen kann“, insbesondere im Hinblick auf KI-Agenten, die Dienstleistungen voneinander in Anspruch nehmen.
Wie Stripe verfügt auch Circle über eine eigene, auf Stablecoins ausgerichtete Blockchain (Arc). Auf dieser wurde kürzlich eine neue Funktion getestet: „Nanopayments“ sollen es Agenten ermöglichen, Guthaben zu besitzen und diese protokollübergreifend für nur einen Bruchteil eines Cents einzusetzen.
KI-Agenten traden auch auf Prognosemärkten
KI-Agenten tätigen nicht nur Krypto-Zahlungen, sondern traden auch Prognosen. Prognosemärkte gewinnen weiterhin explosionsartig an Popularität: in der letzten Woche erreichten sie ein wöchentliches Trading-Volumen von über 6 Mrd. USD. KI-Agenten erweisen sich dabei für Trader verstärkt als potenzielle Möglichkeit, sich einen Vorteil zu verschaffen.
Seit 2023 arbeitet das Schweizer Startup Valory an einem Ökosystem, das es Agenten ermöglicht, mithilfe von Prognoseinstrumenten und Daten auf die potenziellen Ergebnisse von Ereignissen zu traden.
Laut David Minarsch, Mitbegründer von Valory, haben KI-gestützte Prognoseinstrumente „bisher eine Vorhersagegenauigkeit von bis zu 70 % und höher gezeigt“.
PolyStrat, das neueste Experiment von Valory, hat bereits vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Bereits im ersten Monat nach seiner Einführung tätigte der KI-Agent mehr als 4.200 Trades auf Polymarket und erzielte bei einzelnen Transaktionen Rentiten von bis zu 376 %. Polystrat kann für verschiedene Trading-Strategien, Datenquellen oder Risikotoleranzen konfiguriert werden. Laut Minarsch erzielen bereits über 37 % der Trades einen Gewinn.
Bei vielen Prognosemärkten geht es um große internationale Ereignisse, makroökonomische Daten oder Sportwettkämpfe, zu denen reichlich Informationen vorhanden und leicht zugänglich sind. Auf den Plattformen gibt es jedoch auch viele Märkte zu kleineren Ereignissen, die weitgehend unbeachtet bleiben.
„Für Menschen macht es meist zu viel Mühe, nach den entsprechenden Informationen zu graben“, so Minarsch. „Darauf haben sie keine Lust. Dann kann man einfach den Agenten auf das Problem ansetzen und er erledigt die Arbeit für Sie.“
MARCH MADNESS
Was erwarten die Prognosemärkte für das Achtelfinale im NCAA-Turnier?
Das zweite Wochenende der March Madness steht vor der Tür. In der ersten Woche haben die Favoriten fast alle ihre Spiele gewonnen. Wird es im Achtelfinale einen Überraschungssieg geben?
Bislang wurden Prognosen im Wert von rund 5 Mio. USD rund um die Spiele im Achtelfinale getradet. Diese Ergebnisse erwarten die Trader:
Wer gewinnt: Duke vs. St. John’s
72 % für Duke
Das sagen die Märkte: Trader haben Prognosen im Wert von rund 1 Mio. USD auf das Duell zwischen Duke, dem Top-Favoriten des Turniers, und St. John’s, die zum ersten Mal seit 1999 im Achtelfinale stehen, platziert. Seit Eröffnung des Marktes am 22. März ist Duke klarer Favorit der Trader.
Das sagen die Analysten: „Die Red Storms von St. John beweisen immer wieder, dass sie nach ihrem Sieg im Big East Tournament nicht richtig gesetzt waren. Doch Duke ist für das Team von Rick Pitino bereit.“ Die Blue Devils von Duke werden unter Cameron Boozer ein spannendes Spiel gewinnen. – The Arizona Republic
Wer gewinnt: Illinois vs. Houston
60 % für Houston
Das sagen die Märkte: Fast 1 Mio. USD an Prognosen wurden zum Duell zwischen Houston, dem letztjährigen Vizemeister des Turniers, und dem talentierten Team aus Illinois mit vielen potenziellen NBA-Talenten getradet. Houston, die Illinois in der March Madness von 2022 besiegten, gelten seit Eröffnung des Marktes als klarer Favorit.
Das sagen die Analysten: „Kein Team hat weniger Turnover als Houston. Mit gerade mal etwas mehr als acht Ballverlusten pro Spiel ist es landesweit die Nummer 1, und gegen das Team aus Illinois, dem es äußerst selten gelingt, Fehler zu erzwingen, wird diese Zahl wohl nicht so hoch liegen.“ – College Football News
Wer gewinnt: Arizona vs. Arkansas
77 % für Arizona
Das sagen die Märkte: Trader haben Prognosen im Wert von rund 750.000 USD zum Duell zwischen dem an Nummer 1 gesetzten Arizona und dem an Nummer 4 gesetzten Arkansas getradet. Dabei gilt seit Eröffnung des Marktes Arizona als klarer Favorit.
Das sagen die Analysten: „Arizona ist schematisch so aufgestellt, dass es Arkansas einige Probleme bereiten wird. Die Transition Defense Rates von Arkansas liegen landesweit im 26. Perzentil. Das ist keine Stärke. Das ist ein Problem. Insbesondere in einem Spiel gegen das Team von Tommy Lloyd, das im Schnitt über 15 Fastbreak-Punkte pro Spiel holt, was laut CBB Analytics landesweit im 97. Perzentil liegt.“ – CBS Sports
Wer gewinnt: Michigan vs. Alabama
84 % für Michigan
Das sagen die Märkte: Rund 500.000 USD an Prognosen wurden um das Duell zwischen dem an Nummer 1 gesetzten Team aus Michigan und der an Nummer 4 gesetzten University of Alabama getradet, wobei Michigan als klarer Favorit gilt. Alabama steht zum vierten Mal in Folge im Achtelfinale und Michigan zum siebten Mal von ihren letzten acht Teilnahmen am NCAA-Turnier.
Das sagen die Analysten: „Alabama braucht mindestens acht Drei-Punkte-Würfe mehr als Michigan, sonst wird es schwer für sie werden, dieses Spiel zu gewinnen. Das ist jedoch durchaus machbar, da Alabama das ganze Spiel über die drei besten Werfer auf dem Feld haben könnte.“ – CBS Sports
ANHÖREN
Die neue Folge von „Evolving Money“ ist da
Die neu erschienene Folge von „Evolving Money“, dem preisgekrönten Podcast von Coinbase, beschäftigt sich mit der Frage, wie und warum institutionelle Anleger Krypto nutzen. Darin sprechen Cosmo Jiang, General Partner bei Pantera Capital, und Omid Malekan, Professor an der Columbia Business School, darüber, wodurch Rendite am Kryptomarkt wirklich entstehen und wie man ein diversifiziertes Portfolio mit digitalen Assets aufbaut.
Hören Sie sich auch die vorherigen Folgen der aktuellen Staffel an, in denen es um Tokenisierung und die Integration von Krypto in TradFi geht.
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TOKEN-QUIZ
Welche Krypto nutzt das Lightning Network?
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