Warum Krypto sich derzeit besser entwickelt als Aktien

Auf der Blockchain wird es nie langweilig. Das müssen Sie diese Woche wissen:
Krypto entwickelt sich in anhaltendem Iran-Konflikt überdurchschnittlich. Außerdem: BlackRock legt Staking-ETF auf und Strategy kauft BTC für 1,6 Mrd. USD
Entkoppelt sich Bitcoin gerade vom Aktienmarkt? Ein genauerer Blick auf die jüngste Wertentwicklung von BTC und dessen Rolle als „sicherer Hafen“.
Was erwarten die Prognosemärkte für die March Madness? Einblick in die Prognosen rund um den diesjährigen Turnierbaum.
MARKT-BYTES
Krypto übertrifft viele andere Anlageklassen, während Iran-Konflikt anhält
Am Montag erreichte BTC mit 76.000 USD seinen höchsten Stand. Das entsprach einem Anstieg von mehr als 15 % gegenüber der Vorwoche. Solana, XRP und ETH verzeichneten sogar noch größere prozentuale Zuwächse. Insgesamt entwickelte sich der Kryptomarkt während der durch den Konflikt im Iran ausgelösten Volatilität deutlich besser als die meisten anderen Anlageklassen.
Auch dezentrale Plattformen für kryptobasierte Perpetual Futures erlebten in den letzten Wochen einen starken Aufschwung. Kontrakte, mit denen über Stablecoins Ölpreise getradet werden, erreichten in letzter Zeit an mehreren Handelstagen Milliardenumsätze. Das Wall Street Journal titelte dazu kürzlich: „Ganztägig getradete Öl-Futures sind der neueste Trend bei Krypto-Trades.“
Die Märkte bleiben natürlich volatil und nachdem die Inflationsdaten höher ausfielen als erwartet, die Ölpreise in die Höhe schnellten und die Federal Reserve bekannt gab, sie würde die derzeitigen Zinssätze beibehalten, fiel BTC am Mittwoch auf rund 71.000 USD.
Doch es gibt auch positive Entwicklungen: Krypto-ETFs verzeichnen weiterhin starke Zuflüsse, Strategy hat gerade den zweitgrößten BTC-Kauf von 2026 getätigt und die Futures-Märkte senden sowohl für BTC als auch für ETH längerfristig bullische Signale.
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BlackRock bringt ETH-ETF mit Staking-Rewards auf den Markt
Am Donnerstag hat der Asset-Management-Riese BlackRock einen neuen Spot-Krypto-ETF auf den Markt gebracht, den iShares Staked Ethereum Trust ETF (ETHB). Dieser bildet die Kursentwicklung von Ether ab und ermöglicht es Anlegern, sich an den Staking-Rewards der Fondsbestände zu beteiligen. Im Gegensatz zu ETHB bildet BlackRocks bereits existierender Spot-Ether-Fonds ETHA einfach die Kursentwicklung von ungestaktem ETH ab.
„Wir gehen davon aus, dass die Mehrheit der Inhaber von Ether-ETP-Anteilen – aber nicht alle – den ETHB, also die Version mit Staking, bevorzugen werden“, so Robbie Mitchnick, Head of Digital Assets bei BlackRock, gegenüber Yahoo Finance. „Wir glauben auch, dass ein gewisser Teil des Marktes für maximale Liquidität und Flexibilität die vollständig ungestakte Version bevorzugen wird. Für den langfristig orientierten Anleger mit Buy-and-Hold-Strategie jedoch, der diese Rewards mitnehmen will, dürfte ETHB das bevorzugte Produkt sein.“
ETHB ist zwar nicht der erste Ether-ETF mit Staking-Rewards, doch angesichts des Status von BlackRock als größter Vermögensverwalter der Welt wurde die Einführung von Analysten genau beobachtet. Am ersten Tag verzeichnete der Fonds ein Trading-Volumen von 15,5 Mio. USD, was Analysten von Bloomberg als „sehr, sehr solide“ bezeichneten.
Positiver Einfluss … Nach einem schwierigen Start ins Jahr haben Krypto-ETFs nun drei positive Wochen in Folge verbucht. „Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten an allen fünf Handelstagen der vergangenen Woche Nettozuflüsse, die sich auf insgesamt 767,3 Mio. USD beliefen“, so The Block. Spot-Ethereum-ETFs erreichten in der vergangenen Woche etwas zurückhaltendere Nettozuflüsse von 160,8 Mio. USD.
Strategy kauft weitere Bitcoin im Wert von 1,6 Mrd. USD
In der vergangenen Woche erwarb der BTC-Gigant seiner neuesten Meldung zufolge Bitcoin im Wert von fast 1,6 Mrd. USD. Damit lag Strategys Gesamtbestand am Mittwoch bei 761.068 BTC mit einem Wert von rund 54 Mrd. USD.
Rund 400 Mio. USD der Kaufsumme kamen aus Verkäufen der Stammaktie des Unternehmens und „die restlichen 1,2 Mrd. USD aus dem „At the Market“-Verkauf der unbefristeten Vorzugsaktien ‚Stretch‘“, berichtete Bloomberg. „Die dividendenberechtigten Wertpapiere – die Anleihen ohne Fälligkeit ähneln – versprechen den Anlegern eine stetige Rendite, die letztendlich durch die Bitcoin-Bestände von Strategy finanziert wird.“
Einer der größten Käufer der Stretch-Aktien war mit 50 Mio. USD die BTC-Treasury-Firma Strive des ehemaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Vivek Ramaswamy.
Totale Immersion … Analog zu Strategy kaufte der ETH-Gigant Bitmine Immersion Technologies in der letzten Woche 60.999 ETH und erhöhte damit seinen Gesamtbestand auf 4,6 Mio. ETH im Wert von rund 10 Mrd. USD. „Bitmine hat das Tempo seiner Ethereum-Käufe in den letzten beiden Wochen leicht angezogen“, erklärte CEO Tom Lee. „Wir gehen nämlich davon aus, dass sich Ethereum in der Endphase des ‚Mini-Krypto-Winters‘ befindet.“
BEWUSSTE ENTKOPPLUNG
Entkoppelt sich Bitcoin gerade vom Aktienmarkt?
Die globalen Märkte – von Öl über Aktien bis hin zu Gold – wurden in den letzten Wochen von großen geopolitischen Turbulenzen erschüttert. Im Gegensatz dazu boten Bitcoin und Krypto ganz allgemein einen Lichtblick und es scheint, als würde die Korrelation zwischen Krypto und der Entwicklung des Aktienmarktes abnehmen.
Im vergangenen Monat ist BCT um ca. 5 % gestiegen, während im gleichen Zeitraum der S&P 500 gefallen ist. Daher fragen sich einige Analysten: Entkoppelt sich Bitcoin gerade vom Aktienmarkt?
Das müssen Sie darüber wissen:
Korrelation und Entkopplung
Seit seiner Schaffung wurde Bitcoin fast ausschließlich mit einer positiven Korrelation zum US-Aktienmarkt getradet. Die Performance von BTC galt dabei weithin als stark davon abhängig, ob das makroökonomische Umfeld für Risikoanlagen positiv war.
Langjährige Bitcoin-Befürworter haben jedoch bereits davor gewarnt, dass BTC seine Korrelation zu Aktien irgendwann abschütteln und sich eher wie digitales Gold verhalten könnte, wie ein sicherer Hafen, der relativ unabhängig von den Aktienmärkten ist. Seit Beginn des Konflikts im Iran ist die Korrelation zwischen beiden Märkten tatsächlich stark zurückgegangen.
Die Korrelation zwischen zwei Variablen wird durch einen Datenpunkt gemessen, der als Korrelationskoeffizient bezeichnet wird und dessen Wert zwischen -1 und 1 liegen kann. Wenn der Korrelationskoeffizient über 0,5 liegt, besteht zwischen den Variablen eine positive Korrelation. Wenn der Korrelationskoeffizient unter -0,5 liegt, besteht zwischen den Variablen eine negative Korrelation.
Am 24. Februar lag die Korrelation zwischen BTC und Aktien noch bei etwa 0,7, doch inzwischen befindet sie sich bei -0,54. Das ist eine signifikante Veränderung innerhalb nur weniger Wochen, was Analysten von QCP Capital zufolge eine „überraschende Wendung“ signalisieren könnte. Schließlich korrelierten BTC und Aktien in der Regel während bärischer Phasen.
„Die jüngste Kursentwicklung lässt vermuten, dass BTC wohl wieder als „digitaler sicherer Hafen“ oder als „geopolitischer Absicherung“ angesehen wird. Die Märkte scheinen diese These in Echtzeit einem Stresstest zu unterziehen“, schreibt QCP Capital in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung für Investoren.
Warum entwickelt sich Bitcoin derzeit besser als Aktien?
Für Analysten gibt es verschiedene Gründe, warum Bitcoin in den letzten Wochen besser abgeschnitten hat als Aktien. Zu den wichtigsten Faktoren zählen dabei die steigende institutionelle Nachfrage nach BTC und die anscheinende Widerstandsfähigkeit von Bitcoin gegenüber geopolitischen Turbulenzen.
In der vergangenen Woche konnten Krypto-ETFs nach wochenlangen starken Rückgängen die dritte Woche in Folge Zuflüsse verzeichnen. Von den insgesamt 763 Mio. USD, die in der vergangenen Woche in Bitcoin-ETFs geflossen sind, gingen 78 % in den IBIT von BlackRock. Eine solche Konzentration von Geldern spiegle „eher Überzeugungskäufe als spekulative Umschichtungen wider“, so Rachael Lucas, Analystin bei BTC Markets.
Darüber hinaus haben Krypto-Treasury-Firmen, allen voran Strategy, in den letzten Wochen ihre Kaufraten angezogen: sie kauften etwa 2,8-mal so schnell BTC, wie Miner neue Mengen auf den Markt bringen konnten. So hat sich ein Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Ausgabe entwickelt.
Für die Analysten von Bernstein zeigt die Widerstandsfähigkeit von Bitcoin, wie sehr institutionelle Anleger den Markt umgestaltet haben. Während Privatanleger in den letzten Monaten überwiegend verkauft haben, wurde ein Großteil dieser Nachfrage durch institutionelle Anleger übernommen, die dadurch „die Eigentümerstruktur von Bitcoin verändert haben“, erklärte Gautam Chhugani von Bernstein.
Darüber hinaus scheint auch frisches Kapital in das Krypto-Ökosystem zu fließen: das Angebot von USDC erreichte kürzlich einen Rekordwert von 81,1 Mrd. USD.
„Es ist fast so, als würde sich die Welt daran erinnern, dass Bitcoin ein grenzenloses Asset ist, das außerhalb des traditionellen Finanzsystems operiert“, schreibt Anthony Pompliano, Gründer von Professional Capital Management, in einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag.
Wie könnte es mit Bitcoin weitergehen?
Auch wenn die Widerstandsfähigkeit von BTC nach der über Monate hinweg extrem negativen Stimmung und bärischen Kursentwicklung jetzt ein positives Zeichen ist, warnen Analysten, dass auch jetzt noch makroökonomische Faktoren für die Weiterentwicklung von Bitcoin entscheidend sein könnten. So dämpfte zum Beispiel der Anstieg der Energiekosten durch den aktuellen Nahostkonflikt die Erwartungen, dass die US-Notenbank in diesem Jahr mehrfach die Zinsen senken würde, da höhere Ölpreise die Inflation erneut anheizen könnten.
„Wenn der Konflikt sich dem Ende zuneigt, könnte sich Bitcoin sehr schnell erholen und wieder in Richtung 100.000 USD gehen“, so Jeff Mei, Chief Operating Officer von BTSE. „Sollte sich der Konflikt jedoch in die Länge ziehen, könnte Bitcoin wieder auf 60.000 USD fallen.“
WILDES SPIEL
Was erwarten die Prognosemärkte für die March Madness?
Es ist nicht mehr lange bis zum Finalspiel der College-Meisterschaft im Basketball und so haben US-Sportfans seit der Bekanntgabe der Teams letzten Sonntag viele Stunden damit verbracht, akribisch ihre Turnierbäume zu füllen.
Was denkt die kollektive Weisheit darüber, wer in diesem Jahr als Sieger aus der March Madness hervorgehen könnte? Bislang wurden Prognosen im Wert von mehr als 150 Mio. USD rund um das Turnier getradet. Hier sind die Prognosen für einige der beliebtesten Kategorien:
Wer wird das College-Basketballturnier der Männer gewinnen?
20 % für Duke
Das sagen die Märkte: Trader haben Prognosen im Wert von mehr als 141 Mio. USD für den Meistertitel der Männer platziert. Dabei erreichte Duke, das bestplatzierte Team der USA, einen leichten Vorsprung vor Michigan (18 %) und Arizona (17 %).
Das sagen die Analysten: „Mit ihrem starken Kader, dem aufstrebenden Chefcoach Jon Scheyer und dem besten Spieler des Landes, Power Forward Cameron Boozer, sollten Duke mehr als genug Durchschlagskraft haben, zum ersten Mal seit 2015 wieder den Titel zu holen.“ – Fox Sports
Wie viele Überraschungssiege wird es in der Runde der letzten 64 geben?
97 % für 3 oder mehr Upsets
Das sagen die Märkte: Trader haben fast 500.000 USD an Prognosen zur Frage nach der Anzahl der Upsets in der Runde der letzten 64 (die aus 32 Spielen besteht) platziert. 3, 4 und 5 haben je eine Wahrscheinlichkeit von mindestens 85 %. Für 7 oder mehr Upsets liegt die Wahrscheinlichkeit bei 52 % und für 10 oder mehr Überraschungssiege bei 9 %.
Das sagen die Analysten: Für die NCAA kommt es zu einem Upset „wenn das Siegerteam in einem NCAA-Turnierspiel mindestens fünf Setzplätze unter dem Verliererteam gesetzt war“. Basierend auf dieser Definition gab es in den letzten 40 Jahren durchschnittlich 4,6 Upsets in der ersten Runde. Im Jahr 2016 gab es mit acht Upsets die meisten Überraschungssiege und 2000 mit nur einem Upset die wenigsten.
Welcher Setzplatz wird das College-Basketballturnier der Männer gewinnen?
68 % für Setzplatz 1
Das sagen die Märkte: Trader haben fast 400.000 Dollar in Prognosen investiert, welcher Setzplatz ihrer Meinung nach das Turnier gewinnen wird. Wenig überraschend hat die Nummer 1 der Setzliste die größte Wahrscheinlichkeit. Die Nummer 2 liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 17 % an zweiter Stelle, gefolgt von der Nummer 3 mit einer Wahrscheinlichkeit von 8 %.
Das sagen die Analysten: „Von den 40 Turniergewinnern seit 1985 hatten 26 den Setzplatz 1. In den letzten 18 Jahren wurde 14 Mal das an 1 gesetzte Team auch Meister, so auch Florida 2025. So verrückt die March Madness auch sein mag, in der Regel haben die besten Teams der regulären Saison dann am Ende des Turniers auch die größten Erfolge.“ – NCAA.com
TOKEN-QUIZ
Was ist der Durchschnittskosteneffekt?
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Eine schrittweise Anlagestrategie, bei der man nicht auf den „perfekten Zeitpunkt“ wartet.
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Eine Methode zur Automatisierung von Kryptokäufen auf Coinbase.
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Eine Möglichkeit zur Investition beliebiger Geldbeträge in regelmäßigen Zeitabständen.
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Nachstehend finden Sie die Antwort.
Wissensabfrage
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